Wie alles begann

Eines Tages kam unser ältester Sohn Maximilian, Schüler des Collegium Josephinum Bonns, nach Hause und erzählte begeistert von einem möglichen Schüleraustausch nach Bangkok (Thailand). Acht Schüler seiner Jahrgangsstufe sollten die Gelegenheit erhalten, für insgesamt 14 Tage eine Schule in Thailand zu besuchen.

Im Herbst 2017, nach Abschluss eines intensiven Auswahlverfahrens standen die 8 Schüler fest, denen die Möglichkeit eines Aufenthaltes in Bangkok gewährt werden sollte. Maximilian wurde leider nicht ausgewählt.

Der damals 13-jährige kam enttäuscht nach Hause und erzählte von der Absage.

Nach all den Bemühungen, die Maximilian unternommen hatte, und seinem deutlich zu spürendem Interesse stand für mich sofort fest, dass ich meinem Sohn einen Schulaufenthalt im Ausland ermöglichen möchte. Also fing ich an, darüber nachzudenken, wie wir Maximilians Wunsch gegebenenfalls doch noch realisieren können.

Es war mir irgendwie klar, dass ich versuchen wollte, ihm einen mindestens so exotischen Schulbesuch wie es möglicherweise der in Thailand geworden wäre, zu ermöglichen.

Aufgrund des Berufes meines Vaters lebte auch ich selbst viele Jahre als Kind im Ausland und pflege noch heute einen engen Kontakt mit vielen meiner Mitschüler aus dieser Zeit.

Einer von ihnen ist Lars Ertzinger, der derweil im diplomatischen Dienst in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal tätig ist.

Ich nahm Kontakt mit ihm auf, und nach dem Überwinden mehrerer Hürden stand fest, dass Maximilian für 10 Tage eine Schule in Kathmandu besuchen würde.

Der großen Entfernung und völligen Fremde geschuldet, war Maximilian sehr froh, als ich ihn auf der mehrstündigen Reise nach Kathmandu begleitete, um die ersten 4 Tage mit ihm gemeinsam vor Ort zu verbringen, bevor er für weitere 10 Tage unter der Obhut von Lars Ertzinger die Schule in Kathmandu besuchen sollte.

Schon während der gemeinsamen Zeit wurde uns schnell bewusst, dass sich Nepal neben traumhaften Landschaften, wunderschöner Natur und außergewöhnlich freundlichen und hilfsbereiten Menschen auch durch viel Armut und Leid, nicht zuletzt durch das verheerende Erdbeben in 2015, auszeichnet.

Auch der erst im Jahr 2006 beendete 10 Jahre lang anhaltende Bürgerkrieg mit über 15.000 Toten hat seine Spuren hinterlassen.

Kurz vor unserem gemeinsamen Abendgebet hat mir Maximilian über die von ihm registrierte Armut berichtet und davon erzählt, dass Kinder seines Alters sich nicht mal einen Bleistift leisten können.

Nach einer Gedankenpause fragte Maximilian nach, ob wir nicht auch in Nepal helfen könnten, so wie wir es seit vielen Jahren bereits in den unterschiedlichsten Regionen und Ländern tun.

Das war der Beginn einer auch für mich seinerzeit nicht geglaubten Reise, die, so Gott will, noch lange nicht zu Ende ist.

Ein Verein muss her!

Im April 2018 feierte Jürgen Perteck seinen 47. Geburtstag. Statt Geschenken wünschte er sich Spenden für Nepal.

Der Erfolg dieses Abends sowie viele Gespräche mit Freunden und Bekannten führten zu der Erkenntnis, dass es das Beste wäre, einen Verein zu gründen.

Eine weitere Reise der Familie Perteck im September 2018 (diesmal waren neben Maximilian und Jürgen auch Anthea (10 Jahre) und Nicholas (12 Jahre) dabei) bekräftigte diesen Wunsch. Auch Anthea und Nicholas waren von den Eindrücken so überwältigt, aber auch gleichzeitig erschrocken, dass sie unbedingt helfen wollten. Begleitet wurde die Familie von Andreas Paul, dem späteren stellvertretenden Vereinsvorsitzenden.

Verschiedene Institutionen hatten inzwischen auch ihre Unterstützung angekündigt. Um dies zu ermöglichen, war die Gründung eines Vereines unumgänglich, damit beispielsweise auch Spendenbescheinigungen ausgestellt werden können.

Ein Name für den Verein war schnell gefunden, da er aus einer Kombination aus „Maximilian“ und „Nepal“ bestehen sollte. Jürgen Perteck wollte diesen Verein seinem Sohn widmen und verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass auch die nachfolgenden Generation Verantwortung übernehmen.

Im November 2018 fand schließlich die Gründungsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Gielsdorf statt. Näheres hierzu findet Sie bei Interesse auch unter der Rubrik „Presse“.

Vereinsgründung

Am Sonntag, den 25.11.2018, trafen sich ca. 65 Interessierte aus Alfter und Umgebung, um Informationen zum neu gegründeten Verein „Maximil-Nepal-ian“ zu bekommen. Das Dorfgemeindehaus in Alfter-Gielsdorf war zu diesem Zweck perfekt vorbereitet. Ab 16.00 Uhr standen zahlreiche gespendete Kuchen und reichlich Kaffee und kalte Getränke bereit. Auch ein Beamer und eine große Leinwand waren aufgebaut.

Nachdem die Organisatoren Jürgen Perteck, Dr. Uwe Hentschel und Andreas Paul die Presseinterviews beendet hatten, berichtete Jürgen Perteck über zwei Reisen nach Kathmandu im Februar und September 2018. Anhand vieler Fotos schilderte er sehr anschaulich, wie im Laufe der ersten Reise mit seinem Sohn Maximilian im Februar der Gedanke und Wunsch entstand, den Kindern in Schulen und Waisenhäusern in Nepal zu helfen. So wurde rasch die nächste Reise im September geplant, an der dann auch seine Kinder Nicholas und Anthea sowie Andreas Paul teilnahmen. Zu dieser Reise waren schon viele Geschenke von Sponsoren wie den Telekom Baskets und Haribo im Gepäck.  

Jürgen Perteck vermittelte uns sehr anschaulich einen ersten Eindruck von der Freundlichkeit, Dankbarkeit und Herzlichkeit der nepalesischen Kinder, ihrer Lebensumstände und schulischen Möglichkeiten. 

Der neugegründete Verein hat sich konkret zum Ziel gesetzt, für sauberes Trinkwasser, bessere Sanitäranlagen und sichere Stromversorgung in Schulen zu sorgen. 

Der ca. 1 1/2-stündige Vortrag von Jürgen Perteck wurde mit herzlichem Applaus beeendet. Fragen der Anwesenden wurden beantwortet, bevor dann alle Gäste bei einer herzhaften Gulaschsuppe die Gelegenheit hatten, weitere Gespräche mit den Initiatoren zu führen. Beitrittserklärungen und Spendenformulare lagen zur Mitnahme bereit.

Es war ein sehr informativer Nachmittag, der sicherlich Viele dazu bewegen wird, dieses Projekt in Nepal finanziell und mit persönlichem Einsatz zu unterstützen. Allen, die zum Gelingen dieses Nachmittages beigetragen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. 

Fastenessen in Witterschlick

Frau Binger vom Familienkreis der Pfarrgemeinde St. Lambertus in Alfter-Witterschlick hatte nach dem Lesen des Zeitungsartikels zur Neugründung des Vereins Maximil-nepal-ian im November 2018 die Idee, das diesjährige Fastenessen zugunsten des neugegründeten Vereins auszurichten. Dieser kümmert sich derzeit primär um die Grundbildungsmaterialien und Grundversorgungen in einem Waisenhaus und einer Schule in Kathmandu.

Vor dem Essen wurde am 17.03.2019 um 11.00 Uhr zur Familienmesse in St. Lambertus Witterschlick eingeladen. Die von Herrn Pfarrer Ollig in seiner Predigt angesprochene Bibelstelle (Matthäus 17) führte Jürgen Perteck im Anschluss an die Messe in seinem ca. 30-minütigen Bildvortrag weiter aus.

Er beschrieb sehr anschaulich die Situation der Kinder in Kathmandu. In Bezug auf die Bibelstelle führte er aus, dass der Glaube und das Gebet Berge versetzen können. In diesem Bildnis steht der Berg für Ängste, Sorgen und Schwierigkeiten. Der Glaube an Gott lässt uns scheinbar „Unmögliches“ möglich machen, Dinge in Bewegung setzen und Hürden überwinden. Jürgen Perteck sprach von Nepal als das „Dach der Welt“, welches so genannt wird, weil mehr als 40 % des Landes höher als 3.000 Meter liegen.

Den ca. 60 anwesenden Interessierten hat er Eindrücke von vergangenen Reisen mit seinen 3 Kindern nahe gebracht.

Bilder von kranken Kindern im Waisenhaus, von der aktuellen Wasserversorgung und Elektrizität vor Ort haben bei den Zuhörern viele Fragen aufgeworfen, die im Anschluss mit den aktiven Vereinsmitgliedern im gemeinsamen Gesprächen zu regem Austausch führten.

Danach erwartete uns ein köstliches Linsencurry mit Fladenbrot und würzigem Chutney, ein extra für dieses Fastenessen ausgesuchtes nepalesisches Gericht.

Wir möchten uns bei den Organisatoren herzlich bedanken für die Möglichkeit, an diesem Tag von den Aktivitäten unseres Vereins zu berichten.