Unser Engagement im Senegal

Share on facebook
Share on twitter
Share on google
Share on whatsapp
Share on email

Im Senegal unterstützen wir eine Schule mit rund 400 Schülern: die „Ecole Franco Arabe Omar Ibn Khatab de Malicounda-Sénégal“. Der Ort Malicounda ist die zweitgrößte Landgemeinde und liegt im Westen des Landes. Unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Sylvia Ndoye reist seit über 35 Jahren regelmäßig dorthin und setzt sich seit 1999 vermehrt für die Menschen vor Ort ein. Zusammen mit ihrem Mann Serigne Ndoye, der selbst aus dem Senegal stammt. 

Mit dem familiären Hintergrund kann das Paar, das in Berlin lebt, auf eine funktionierende Infrastruktur im Senegal bauen: Familienmitglieder und Freunde können zum Beispiel Sachspenden, die mittels Container verschifft werden, entgegennehmen und sich um den Weitertransport und die Verteilung kümmern. Im Jahr 2020 nahm das Engagement einmal mehr an Fahrt auf, als der Kontakt zu unserem Verein zustande kam und sich Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergaben. So wurde etwa im September 2020 durch unsere Hilfe ein Hochwasserschaden am Schulgebäude beseitigt

Sauberes Trinkwasser für die Schüler

Von Seiten der Schulleitung hatte es immer wieder Bemühungen gegeben, die Trinkwasser-Qualität – ein großes Problem im Land – zu verbessern, aber dies konnte nicht aus eigener Kraft umgesetzt werden. So wurde durch Sylvia und Serigne Ndoye und unseren Verein ein gemeinsames Folgeprojekt ins Leben gerufen: Die Lieferung und Installation einer Trinkasserfilter-Anlage für die Schule in Malicounda.

Zu den Hintergründen haben wir mit Sylvia Ndoye gesprochen:

„Warum braucht es in der senegalesischen Schule eine Trinkwasserfilter-Anlage?“

„Man muss sich vorstellen, dass die Menschen das Wasser, das dort aus der Leitung kommt, einfach so trinken. Trinken müssen. Und dann entsprechend häufig krank werden.“ 

„Wie muss man sich die Lebenssituation der Menschen vor Ort vorstellen?“

„Dass Kinder und durchaus auch Erwachsene unter Wurmbefall leiden, ist weit verbreitet. Die Menschen sind auf entsprechende Medikamente angewiesen, jedoch fehlen die eigenen Mittel um sie zu beschaffen. Ich werde oft gebeten, wenn ich bei Familien zu Besuch bin, in der Apotheke die benötigten Medikamente zu kaufen.“

„Wie ist der konkrete Plan für die Lieferung und Installation der Anlage?“

Wir stellen derzeit Kontakt zum Bürgermeister des Ortes Malicounda her, damit sichergestellt ist, dass der Wasserzulauf für die Trinkwasserfilter-Anlage funktioniert, wenn sie geliefert wird. Wir rechnen damit, dass sie nach der Regenzeit, die Anfang Oktober endet, zum Beginn des neuen Schuljahres 2021/22 in Betrieb genommen werden kann.“

„Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit Menschenfreude e.V.?“

„Als Einzelperson ist das Engagement für die Menschen im Senegal eine wunderbare Sache, aber als Teil einer großen Gemeinschaft stellt sich ein hochmotivierendes Gefühl ein, das ich vorher nicht kannte. Das ist schon etwas Besonderes. Was ich besonders sympathisch an den Mitgliedern des Vereins finde, ist die Tatsache, dass es für jeden einzelnen ehrenamtlichen Mitarbeiter eine echte Herzensangelegenheit ist. Man ist nicht nur ein zahlendes Mitglied, sondern man kann sich umfassend eingeben und wird wertgeschätzt. Diese Wertschätzung kann man weitergeben und hält damit das Vereinsgeschehen lebendig.“ 

„Deine Wünsche für die Zukunft?“

„Für die Zukunft wäre es schön, wenn wir die Schule kontinuierlich unterstützen und zum Beispiel Schulmaterial, Hefte und Stoff für die Schuluniformen zur Verfügung stellen könnten. Das ist nicht teuer und schon kleine Beiträge können viel bewirken. Der Container-Transport einer Umzugskiste mit Schulmaterial kostet 50 €, sodass für relativ kleines Geld schon viel geholfen werden kann.“

„Vielen Dank, Sylvia, für das Videotelefonat und die vielen Einblicke.“ 

Mehr Informationen auch auf der offiziellen Facebook-Seite der Schule.

Um das Engagement von Menschenfreude e.V. auch weiterhin aufrecht erhalten zu können, freuen wir uns sehr über Spenden – auch für das Senegal-Projekt. Wir sagen herzlich Danke