Menschenfreude e.V. im Senegal: “On est ensemble”

Kathrin

Kommunikation
Im Senegal haben wir von Menschenfreude e.V. eine Trinkwasser-Filteranlage installiert. Es ist die sechste Anlage für unseren Verein, die erste in Afrika. Für rund 250 Schüler der "Ecole Franco Arabe" im Ort Malicounda bedeutet das, erstmalig Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Eine Gruppe von uns war zur Installation und zur anschließenden Einweihungsfeier vor Ort. Das ist der Bericht einer beeindruckenden Reise.
Menschenfreude Axel Mueller

Am Anfang hatten wir geplant, täglich über unsere Reise zu berichten. Und Euch irgendwie ein Stück mitzunehmen. Aber die Wucht der Eindrücke macht es uns nahezu unmöglich, endlose Gedanken in ein paar schnelle, lockere Worte zu formulieren.

Die Farben des Senegal

Viele davon werden uns noch lange begleiten. Die Gastfreundschaft der Menschen vom ersten Moment an. Die Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden. Die vielen Einblicke in das Leben und die Kultur, in die gesprochene Sprache Wolof. 

Ebenso die bunten Farben des Senegal. Die Farben von Häuserfassaden, Marktständen und den Früchten, die Händler am Straßenrand verkaufen. Die Farben der Kleider der Frauen: Es sind große bunte Muster, Kleider und Tücher, die sie mit Stolz tragen.

Die bunten, leuchtenden Farben sind typisch für den Senegal. An Fassaden, Ständen und auf traditionellen Kleidern.

Und die Farben von Meer, Sand und Sonnenuntergängen. Die Sonne, die abends innerhalb weniger Minuten im Meer versinkt und den Himmel in tausend Farben erstrahlen lässt.

Die Farben am Abendhimmel haben etwas magisches, finden wir. Wie die gesamte Reise.

Faszination, Demut und Respekt

Aber auch die Bilder, die hochkommen von Kindern, die in zerrissener Kleidung am Straßenrand hocken und im Dreck spielen. Mütter mit kleinen Babies auf dem Rücken, die in der brütenden Hitze versuchen, irgendetwas zu verkaufen, um an Geld zu kommen. Bettler, Händler, die uns auf Schritt und Tritt verfolgen und endlos auf uns einreden. Tiere, die umherlaufen auf der Suche nach Wasser oder schon verendet an der Straße liegen. 

Und über allem: Staub und Trockenheit. Die Not ist an so vielen Stellen groß. Das alles verlangt uns Demut und Respekt ab. Und es lässt keinen Platz für schnelle Stories und Selfies. 

Geschenke und Spielzeug an Frauen und Kinder

An der Lagune treffen wir Frauen, die Austern und Schmuck an die wenigen Touristen des Tages verkaufen. Sie erzählen uns, dass einige von ihnen auf der anderen Seite leben und jeden Morgen durch das Wasser zur Arbeit waten. Muscheln und Fische in schweren Eimern balancierend auf dem Kopf. Und das Baby auf der Schulter. “Habt ihr das gesehen, wie die drei Frauen da durchs Wasser gelaufen sind? So ruhig, gemächlich, schaukelnd. Irgendwie voller Stolz und Erhabenheit.” Die Szene hat uns fasziniert und wird uns vor dem inneren Auge begleiten.

An der Lagune haben wir Kinderspielzeug verteilt – gespendet von Familien und Freunden zuhause.

Erstmals sauberes Trinkwasser für Schüler

Wir alle sind sehr emotional. Die ganze Reise macht viel mit uns. Nachdem Axel die Trinkwasserfilter-Anlage fertig installiert hat, fließen bei allen ein paar Tränen. Der Freude für die Kinder und Lehrer. Die Freude, es geschafft zu haben. Die Anlage funktioniert. Axel in seinem Element. Dass sich Bou, der Hausmeister der Schule, Aziz und Gora der Sache direkt annehmen. Alle waren beim Aufbau großartige Helfer und werden in Zukunft für den Betrieb der Anlage zuständig sein. Sie wöchentlich spülen, nach Bedarf reinigen, den Zählerstand dokumentieren. Und sollte etwas kaputt gehen, werden sie uns verständigen.

Tag 1: Die Anlage wurde bereits vor unserer Reise geliefert. Vorbereitungen für den Aufbau in der Schule mit den Helfern vor Ort.

Unsere Hoffnung: Die harte Realität am Ort zumindest ein stückweit zu verbessern. Ab jetzt. Eine Realität, die geprägt ist von Hitze, Durst und dem Leben mit Krankheiten. Mit verursacht durch das unsaubere Wasser, das aus dem Brunnen hochgepumpt wird, damit die Kinder es über den Schultag trinken können.

Wir tun hier das Richtige

Es ist rötlich, stark eisenhaltig, wie Axel mittels Test-Kit herausgefunden hatte. In großen Plastikbehältern steht es den Kindern auf dem Schulhof zur Verfügung. Oft stundenlang in der prallen Sonne. Mit einer Kelle schöpfen sich die Kinder das Wasser in ihre Becher und Flaschen.

Als wir beiläufig unsere Wasserflaschen aus dem Rucksack holen, um selbst zu trinken, fragen uns einige, ob sie einen Schluck abbekommen. “Ist euch das auch aufgefallen, wie die Kinder hier trinken?” Nicht verschwenderisch oder achtlos, wie vielleicht bei uns in Deutschland. Sie trinken viel begieriger, lange und große Mengen. Als ob sie nicht wissen, wann es das nächste Mal wieder etwas gibt. Das macht uns nachdenklich und gibt uns noch mehr Bestätigung, dass wir hier das Richtige tun.

Tag 2: Ein lokaler Handwerker hat die Gestelle angefertigt, sodass die Anlage stabil verankert ist und dem Ansturm der Kinder standhält.

Rektorin Aida zeigt uns ihre Schule

Die Schule, an der wir die Trinkwasser-Filteranlage installieren, ist die “Ecole Franco Arabe Omar Ibn Khata Malicounda-Sénégal”. Etwa eine Stunde südlich von der Hauptstadt Dakar, im westlichen Teil des Landes. Der Kontakt kam über unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Sylvia zustande, deren Familie teilweise aus dem Ort stammt.

Im aktuellen Schuljahr werden insgesamt 255 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen drei und 15 Jahren unterrichtet. Die kleinen Kinder gehen zunächst in die Petite Section, die Vorschule, und besuchen dann die weiterführenden Klassen. Alle lernen gemeinsam auf einem großen Campus.

Unsere Mitarbeiterin Sylvia formulierte erstmals den Wunsch, die Schule mit einer Trinkwasser-Filteranlage auszustatten. 

Die Atmosphäre ist offen, hell und freundlich. Rektorin Aida so unglaublich liebenswert und engagiert für ihre Schützlinge, ihre Mitarbeiter und für uns, die Gäste aus Deutschland.

Ihr Büro ist geschmückt mit Klassenfotos, Briefen und Bildern von ehemaligen Schülerinnen und Schülern. Im Regal hinter ihrem Schreibtisch sammelt Aida das Lernmaterial – Blöcke, Stifte, Papier. “Es ist wenig für eine ganze Schule”, sagen wir. “Aber es geht”, sagt sie. Manchmal bekommen sie Material gespendet. Der Kopierer ist seit einiger Zeit defekt. Das Französischbuch für den Unterricht kann im Moment nicht vervielfältigt werden. “Alles hier ist einfach sehr sehr teuer.”

Das monatliche Durchschnittseinkommen im Senegal liegt bei etwa 110 Euro im Monat. Das Bruttoinlandsprodukt pro 1000 Einwohner bei rund 1,3 Mio €.  Zum Vergleich in Deutschland: 40,64 Mio €. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und im Zuge der Pandemie noch einmal sprunghaft angestiegen. Es werden Schulgelder erhoben, sodass der Schulbesuch für manche Familien eine erhebliche finanzielle Herausforderung darstellt. Manche Kinder gehen gar nicht zur Schule, viele nur bis zum zwölften Lebensjahr.

Es ist diese “afrikanische Freude”

Aida führt uns durch alle Klassenzimmer. Alle sollen die Gäste aus Deutschland kennenlernen und wir die Schüler. Bei den Großen fangen wir an. “Das ist Axel. Das ist Jürgen. Und das ist Kathrin.” Als die Kinder den Namen nicht sofort verstehen, schreibt ihn der Lehrer an die Tafel. “Das ist ein deutscher Name, oder?”

Mein Name in international. Was für eine große Ehre, ihn in dieser Form an der Tafel zu lesen. In einem Klassenzimmer mitten in Afrika. 

Der Lehrer erklärt den Kindern, dass es eine neue Trinkwasser-Filteranlage geben wird und wie sie funktioniert. Er erklärt, dass es in Zukunft weniger Probleme geben wird mit Krankheiten, die durch das unsaubere Wasser verursacht werden. Das wissen und verstehen die Kinder und finden es gut.

Rundgang durch die Klassen: Jürgen erzählt den Kindern über uns, unseren Verein Menschenfreude und was jeder Einzelne von uns tut.

Jeder Einzelne ist wichtig fürs Ganze

Axel ist der Techniker. Er baut die Trinkwasser-Filteranlage auf. Damit die Kinder sauberes Wasser haben. Kathrin ist die Journalistin. Sie macht Fotos und schreibt über das Projekt. Damit noch mehr Menschen davon erfahren. Und Jürgen, sagt er selbst bescheiden, “kann auch irgendwas.” Er erklärt den Kindern in fließendem Französisch, warum wir da sind. Und welche Aufgaben jeder von uns hat. Jeder hat eine wichtige Funktion in unserer Menschenfreude-Gruppe. Und jeder hat eine besondere Fähigkeit. So können wir erfolgreich zusammenarbeiten. Und das wünschen wir auch den Kindern. Von Herzen. Dass sie gesund sind. Dass sie zur Schule gehen können. Lernen. Gemeinschaft erleben. Ihre Fähigkeiten und Talente entwickeln können, um vielleicht auch eines Tages Trinkwasser-Filteranlagen aufbauen zu können. Oder andere hilfreiche Dinge für ihre Mitmenschen zu tun. So wie wir das auch jeden Tag probieren.

Die Kinder hängen an Jürgens Lippen und sind begeistert – von ihm und dem, was er sagt. Sie sollen gerne ihre Fragen stellen, ermuntert der Lehrer. Manche stehen auf und applaudieren. Manche stürmen einfach auf uns zu in einem wilden Gewusel. Dort, wo die Worte fehlen, gibt es stürmische Umarmungen und sich entgegen reckende Hände zum Abklatschen. Alle wollen uns zumindest einmal drücken.

Eine Klasse singt Axel spontan ein Lied: “Axel, du bist Zucker.” Rektorin Aida tanzt mit. 

“Axel, du bist Zucker und wer dich nicht mag, hat keinen Zucker im Tee verdient”, singen die Kinder. 

Nach unserer Rückkehr schreibt Aida eine Nachricht an Axel: “Die Kinder singen immer noch für dich. Überall höre ich deinen Namen. Axel par ci, Axel par là.”

Es ist “diese afrikanische Freude”, wird später eine Menschenfreude-Kollegin mit Blick auf unsere Fotos sagen, die selbst in eine afrikanische Familie eingeheiratet hat. 

Die sechste Anlage für uns, die erste im Senegal

Wenn ich hier die Kinder erlebe und diese riesige Freude, dann berührt mich das sehr. Ich arbeite wahnsinnig gerne mit den Händen, baue Dinge gerne selbst, denke mir Lösungen aus. Ich habe ja eine technische Ausbildung gemacht vor meiner Zeit als Pilot. Und jetzt kann ich beide Leidenschaften in Einklang bringen. Und die Tatsache, dass man damit wirklich Gutes tut, ist ganz großartig. Und jetzt, Kathrin, Danke fürs Interview. Aber ich muss jetzt einfach weitermachen.” 

Techniker Axel in seinem Element: Nebenher erklärt er den Helfern Aziz und Gora, wie die Anlage funktioniert.

Für unseren Verein ist es bereits Filteranlage Nummer sechs. Die Technik des PAUL Wasserfilters, der von der Universität Kassel für den Einsatz in der humanitären Hilfe entwickelt worden ist, ist so einfach wie genial: Das System funktioniert komplett ohne Chemie, oft über Jahre und kommt mit nur minimaler Wartung aus. Eine ultrafeine Membran im Inneren des großen blauen Behälters filtert Bakterien, Viren und Giftstoffe aus dem Wasser. Dazu zählen zum Beispiel auch Erreger der Cholera oder Typhus. Axel ist zuversichtlich, dass die Anlage hier für einen langen Zeitraum gute Dienste tun wird: 

„Natürlich besteht eine gewisse Gefahr, dass mal eine Verbindung undicht wird oder der Filter nicht ordnungsgemäß gereinigt wird. Aber wir haben in den letzten Tagen so gut als Team zusammengearbeitet. Bou, Aziz und Gora haben so viel geholfen und so viel Verständnis für die Technik entwickelt. Sie haben sich die ganze Sache wirklich zu Eigen gemacht. Daher bin ich sicher, dass das gut werden wird. Und wenn es Fragen gibt, stehen wir ja in Kontakt.” 

Am Ende von Tag zwei ist die Erleichterung groß: Alles ist fertig und hat funktioniert wie geplant. Die Anschlüsse sind verlegt. Der Wasserfilter fest installiert an seinem neuen Standplatz und das Wasser fließt klar und sauber in den weißen Behälter. Aus ihm können die Kinder in Zukunft selbst ihre Flaschen auffüllen.

Alle probieren einen Schluck und sind zufrieden. “Formidable!” Test bestanden. Morgen gibt es eine feierliche Einweihung. Axel räumt das Werkzeug zusammen. “Genauso hab’ ich mir das vorgestellt.” 

Großer Moment: Zeit für die gemeinsame Wasserprobe mit allen Helfern und Rektorin Aida. Die Freude über das Tagwerk ist riesig.

20 €  für den Schulbesuch

Manchmal sind es auch die kleinen Dinge: Auf unserer Reise lernen wir einen jungen Mann kennen. Wir fragen ihn nach seiner Familie und er erzählt uns von seiner 8-jährigen Tochter. Ob sie auch in die Schule in Malicounda gehe, fragen wir. Nein. Zunächst weicht er unseren Fragen aus, mag nicht erzählen, aber sagt dann, das Schulgeld sei einfach zu teuer. 20 Euro im Monat. Das könne er sich seit einigen Monaten nicht mehr leisten.

Er habe das Mädchen schweren Herzens in eine andere Schule schicken müssen, wo er monatlich nur 5 Euro entrichten muss. Das gehe irgendwie mit seinem schmalen Einkommen als Fahrer. Dennoch sei seine Tochter traurig, ihre Freundinnen nicht mehr sehen zu können. Er habe ein schlechtes Gewissen seinem Kind gegenüber. Wir setzen uns zu ihm ins Auto und er zeigt uns, wo er wohnt. Die neue Schule ist gleich eine Straße weiter.

Eine junge Frau aus Belgien, die wir während unseres Aufenthalts kennengelernt haben, hat sich an diesem Tag unserer Gruppe angeschlossen. Sichtlich betroffen von der Geschichte, greift sie spontan ins Portemonnaie und drückt ihm einen großen Geldschein in die Hand. Die Freude, aber auch die Verlegenheit sind groß. “Immer, wenn ich zurück nach Senegal komme, fährst du mich kostenlos, ok?” Alle lachen. 

Damit sind die ersten Monate Schulbesuch für die Tochter gesichert. Und wir werden ihn weiterhin unterstützen, versprechen wir. Gleich am Montag werde er seine Tochter wieder an der Schule anmelden, verspricht er uns zurück. Wir vertrauen ihm, dass er das Geld wirklich für seine Tochter einsetzt und nicht für andere Dinge ausgibt.

Zuhause erhalten wir die unterzeichneten Anmelde-Unterlagen als Foto per WhatsApp. Und einen großen Dank per Sprachnachricht hinterher. Er freue sich, unsere Bekanntschaft gemacht zu haben. Und wir freuen uns, ihm und seiner Familie eine Freude gemacht zu haben – und es auch weiterhin zu tun.

Denn unsere Überzeugung: Auch wenn wir als Verein nur in Ausnahmefällen Einzelpersonen unterstützen und eher auf kollektiver Ebene unterwegs sind, ist unsere Hilfe hier genau richtig. Bei einer Familie, deren ohnehin schon schwierige Lage in dem afrikanischen Land durch die Pandemie noch weiter verschärft wurde.


Ein traditionelles Schulfest als Dank

Die Schüler und Lehrer bedanken sich am nächsten Tag mit einem riesigen Fest. “Es ist eine nicht alltägliche Sache. Ganz wichtig für die Kinder. Sie sollen diesen besonderen Tag miterleben. Wissen, was er bedeutet.” Rektorin Aida hat all ihre Schützlinge und das Kollegium auf dem Hof versammelt. Unterhalb der Senegal-Flagge. In einer großen, farbenfrohen Runde zwischen den beiden Bäumen. Wieder wuseln, rufen und winken alle wild durcheinander. Wieder gibt es unzählige Umarmungen. Alle wollen noch einmal ein Foto mit uns machen. Es gibt Musik mit Trommeln und Tänzen. Und eine traditionelle Vorführung mit Kostümen. Wilde Tiere, die gezähmt werden. Das soll Glück bringen. Und das wird es. Ganz sicher.

Tag 3: Ein besonderer Tag, der Glück bringen soll: Die ganze Schule ist auf den Beinen. Es gibt ein riesiges Fest mit traditionellen Kostümen.

Im Anschluss an die Zeremonie dürfen die Kinder erstmals ihre Becher und Flaschen füllen mit dem frischem, gefilterten Wasser. Der Lehrer ordnet den Ansturm und sorgt dafür, dass alle an die Reihe kommen. Becher um Becher füllen die Kinder mit Wasser und trinken es in großen Schlucken. Und? “Schmeckt sehr gut.”

Eine gesündere Zukunft für die Kinder

Getragen von dieser besonderen Welle aus Freude, Begeisterung und Zuversicht glauben wir ganz fest daran: Es ist der Beginn einer gesünderen Zukunft an der Schule in Malicounda. Wir hoffen, die Trinkwasser-Filteranlage wird lange in Betrieb bleiben und die Zahl der Krankheitsfälle wird sich deutlich verringern. Es ist unsere erste Anlage für den Senegal. Und dafür sind auch wir sehr dankbar.

Großer Ansturm auf das frische Wasser. Was bleibt, ist unsere Zuversicht, dass die Kinder gesünder durch den Schulalltag gehen werden.

Das Engagement soll weitergehen

“Aber ihr kommt wirklich wieder, ja?” Die Kinder sind uns ans Herz gewachsen mit ihrer überbordenden Freude. Und wir ihnen wohl auch. Ganz sicher, versprechen wir. “Wann?” Wir wissen es noch nicht. Vielleicht im nächsten Jahr oder im Jahr danach. “On est ensemble”, schreibt Aida nach unserer Rückkehr per WhatsApp. Und damit hat sie recht. Wir leben auf unterschiedlichen Kontinenten, sind aber durch unser gemeinsames Tun verbunden. Und durch die gemeinsamen Erlebnisse der letzten Tage.

“Die Welt ist ein Dorf”, sagt Jürgen. “On est ensemble”, sagt Aida und meint dasselbe. 

Für die Zukunft überlegen wir, den Kindern eigene Trinkflaschen zu organisieren. So wie wir es auch schon in der Schule in Nepal getan haben. Wiederverwendbar und daher nachhaltiger als die vielen Plastikflaschen zum Wegwerfen. Das könnte ein nächster Schritt für unser Senegal-Projekt sein. Flaschen, die die Kinder täglich selbst befüllen können, um das gefilterte Wasser mit nach Hause zu nehmen und es mit der Familie zu teilen. Denn auch dort mangelt es meist an sauberem Trinkwasser.

Nachhaltige, wiederverwendbare Trinkflaschen wären ein nächster Schritt. Wie wir es bereits als Menschenfreude-Projekt an der Schule in Nepal erfolgreich umgesetzt haben.

Für einen bunteren Schulalltag

Und nicht nur Trinkflaschen können den Schulalltag bereichern. Auch einfache Pakete mit Lernmaterial, Heften, Stiften helfen den Kindern und Lehrern an der Schule weiter. Solche Materialspenden kosten uns nur wenig Geld, können aber das Lernen für die Kinder vor Ort wesentlich abwechslungsreicher und intensiver gestalten. Papier, Hefte, Kugelschreiber für die großen Schüler. Farben und Pinsel für die kleinen Kinder in der Petite Section. Wir sind überzeugt, dass sie Freude daran haben würden, bunte Bilder zu malen. Bunt, wie die Farben des Senegal, wo sie zuhause sind.


Helft uns gern, unser Engagement im Senegal weiter zu unterstützen 

Wir würden uns freuen – im Namen der Schüler, Lehrer und vieler Menschen vor Ort – wenn Ihr Interesse habt, unser Engagement im Senegal weiter zu unterstützen. An dieser Schule und in Zukunft auch an weiteren Schulen. Vielen herzlichen Dank!

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